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12.07.2012 - 21:01 von Mythos_2007
19.01 Uhr begann am Mittwochabend beim SV Werder Bremen ein neues Torwart-Kapitel. Erstmals nach sechs Jahren liefen die Grün-Weißen mit einer Trikot-Nummer „1" aufs Feld, auf der nicht der Name WIESE stand. Die „1" ist jetzt mit dem Namen MIELITZ verbunden. Und der 22-Jährige machte sich mit dem ersten Testspiel der Saison auf, auch die nächste Stufe erfolgreich zu nehmen.
„Ich habe bisher nur die Nummer 1 auf dem Rücken, aber natürlich will ich jetzt alles daran setzen, dass ich auch die Nummer 1 werde. Ich habe früher zu den Torhütern bei Werder aufgesehen und jetzt will ich selbst dort stehen. Ich habe keine Zweifel, dass ich das schaffe, aber am Ende entscheidet der Trainer", beschreibt Mielitz seine Motivation.
Der Keeper steckt in diesen Tagen in der vielleicht wichtigsten Vorbereitung seiner jungen Fußballer-Karriere. „Ich darf seit diesem Sommer die Nummer eins tragen, das ist für einen Torhüter schon etwas Besonderes. Es bedeutet große Verantwortung. Und ich will dem gerecht werden. Ich will dem Trainer und der Mannschaft ein gutes Gefühl geben." Für Mielitz ist es die Phase der endgültigen Emanzipation von den namhaften Torhütern der Vergangenheit, es geht für ihn aber auch um die Rückkehr in den direkten Wettstreit mit der bundesweit agierenden jungen Torhüter-Generation. „Das war keine leichte Zeit in den letzten Monaten, als die Kollegen, mit denen ich in den Junioren-Nationalteams gespielt habe, ins erste Glied aufgestiegen sind." Miele musste dagegen Ruhe bewahren. „Meine Situation war eine andere. Ich hatte mit Tim Wiese einen Nationaltorhüter vor mir, der immer spielte, wenn er fit war, und der immer seine Leistung bestätigt hat. Ich habe es aber dennoch immer geschafft, meinen Weg bei Werder im Fokus zu haben. Jetzt ist die Geduldsprobe vorbei, jetzt ist alles offen. Und ich will mir nicht vorwerfen lassen, die Chance nicht genutzt zu haben."
Sebastian Mielitz möchte in dieser Bundesliga-Saison am liebsten 34 Mal in der Startelf auflaufen.
Sebastian Mielitz möchte in dieser Bundesliga-Saison am liebsten 34 Mal in der Startelf auflaufen.
In seinem ersten Spiel mit der „1" gegen die Ostfriesland-Auswahl hat er keine Fehler gemacht. Beim Gegentreffer war er machtlos, ein Teamkollege war beim Abwehrversuch ausgerutscht. Mielitz, der sich lieber still über das Gegentor ärgert, ist keiner der Schuld bei den Kollegen sucht. „Ich bin nicht der Typ, der den Vordermännern an die Gurgel geht. Das nützt mir gar nichts, wenn ich sie dann auch noch zusätzlich verunsichere. Ich will sie lieber aufbauen, anfeuern, positive Signale senden." Und das nicht nur auf dem Sportplatz an der Mühle auf Norderney, sondern in den Bundesliga-Arenen dieses Landes. „Miele" weiß, die Chance auf den Stammplatz zwischen den Pfosten ist so groß wie nie zuvor. Mit dem Schlusspfiff am Mittwochabend ist für „Miele" jedoch schon klar: „Das Kapitel Tim Wiese bei Werder Bremen ist abgehakt." Verschmitzt fügte er hinzu: „Ich hätte nichts dagegen, wenn die Medien irgendwann schreiben, das neue Kapitel wird mit Mielitz geschrieben.
Quelle: http://www.werder.de
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12.07.2012 - 20:59 von Mythos_2007
Für die Mannschaft von Thomas Schaaf steht am Mittwochabend das erste Testspiel der Saison 2012/13 an. Das bedeutet auch für Eljero Elia, dass er gleich voll durchstarten kann. Der Neuzugang wird im Kader sein, wenn um 19 Uhr die Partie gegen eine Ostfriesland-Auswahl auf dem Sportplatz "An der Mühle" angepfiffen wird.
"Die zwei Jahre Hamburg sind jetzt vergessen und ich werde alles für Werder geben. Bisher fühle ich mich sehr wohl. Die Werderaner sind eine sehr junge Gruppe und haben viel Spaß. Wenn sie trainieren, sind sie 100-prozentig dabei, das konnte man gleich sehen", sagte Elia am Dienstag.
Thomas Schaaf will den 25-Jährigen zügig in die Mannschaft integrieren. Da kommt das Testspiel gerade recht: "Wir wollen ihn so schnell wie möglich fit bekommen. Er hatte in der vergangenen Saison nicht so viele Einsätze, wie er sich vorgestellt hat. Aber ich bin sicher, dass wir ihn zügig in unser Spiel einbinden können. Ich glaube schon, dass wir ihn im Test gegen die Ostfriesland-Auswahl zumindest für ein paar Minuten sehen werden."
Der Sportplatz "An der Mühle", Werders Trainingsgelände auf Norderney, wird am Mittwoch zum Austragungsort des Testspiels gegen die Ostfriesland-Auswahl.
Der Sportplatz "An der Mühle", Werders Trainingsgelände auf Norderney, wird am Mittwoch zum Austragungsort des Testspiels gegen die Ostfriesland-Auswahl.
Der erste Gegner von Eljero Elia im Grün-Weißen Trikot setzt sich aus dem Bezirk Ostfriesland zusammen und wird hoch motiviert in die Partie gehen, verspricht Coach Erich Heyken: "Wir haben die besten Leute aus der Bezirksebene, der Kreisliga und der Landesliga ausgesucht. Die Jungs sind richtig heiß auf die Partie. Als ich ihnen mitgeteilt habe, dass sie dabei sind, haben sich alle wahnsinnig gefreut."
Zusammen mit Klaus Rumfeld stellt Heyken die Mannschaft auf Werder ein. Das Trainerduo kennt sich schon seit vielen Jahren. "Bevor Klaus und ich Trainer wurden, haben wir zusammengespielt. Danach waren wir vier Jahre lang die Trainer beim SV Leybucht. Nach der vergangenen Saison haben wir das Traineramt abgegeben und haben jetzt etwas mehr Zeit. Da kam das Angebot, die Auswahl vorzubereiten ganz recht", so Erich Heyken, der weiß, was er an den Fußballern des SV Leybucht hat und daher sieben Spieler des Vereins in den Kader der Ostfriesland-Auswahl berief. "Wir wollen die Jungs für ihre gute Leistung der vergangenen Saison belohnen", sagt der Coach.
Hinzu kommen Spieler des SV Großefehn, FC Norden, TuS Pewsum, TuS Esens, SV Hage, und aus Suurhusen. "Weil wir mit dem SV Leybucht eine Mannschaft aus der Bezirksliga trainiert haben, kennen wir auch die anderen Spieler sehr gut. Wir wissen um ihre Qualitäten und werden jeden dort aufstellen, wo er am besten agieren kann." Mit dabei ist auch Heykens Sohn, der beim SV Hage spielt, dem ehemaligen Verein von Dieter Eilts.
Ohnehin haben viele Spieler einen Bezug zum SVW. "Ein Großteil unserer Mannschaft ist Fan vom SV Werder Bremen. Sie sind ganz heiß darauf, das Team hautnah zu erleben. Mein Sohn ist im Fanclub von Philipp Bargfrede und freut sich besonders, gegen ihn auflaufen zu können", sagt Erich Heyken. Neben dem Mittelfeldmann steht auch ein Werder-Stürmer ganz besonders im Fokus der Ostfriesland-Auswahl. "Die Jungs sind total gespannt auf Marko Arnautovic. Sie halten ihn für einen sehr guten Spieler, der sich in der vergangenen Saison leider nicht so zeigen konnte. Jetzt wollen sie erleben, wie schnell Arnautovic wirklich ist und wie er sich im Zweikampf verhält."
Trainer Erich Heyken hat die Ostfriesland-Auswahl zusammengestellt. (Foto: Ostfriesischer Kurier, Saathoff)
Trainer Erich Heyken hat die Ostfriesland-Auswahl zusammengestellt. (Foto: Ostfriesischer Kurier, Saathoff)
Heyken selbst freut sich besonders auf die Begegnung mit Thomas Schaaf, schließlich kennt der Auswahl-Coach den Kollegen schon aus einem anderen Test. "Vor genau zehn Jahren bin ich als Co-Trainer des FC Norden im Testspiel gegen Werder angetreten. Da hat Ailton noch gespielt und wir haben 6:0 verloren", schmunzelt Heyken. "Ich habe Thomas Schaaf damals schon kennengelernt. Wahrscheinlich erinnert er sich nicht mehr an mich, aber ich werde trotzdem mal hingehen und ein bisschen mit ihm schnacken."
Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt der Ostfriesland-Auswahl vor dem Test am Mittwoch nicht: "Die Spieler trainieren schon mit ihren Vereinen für die kommende Saison. Deshalb können wir nur am Montag ein Mal trainieren. Ich werde die Jungs dann auf Werder einstellen." Hoffnungen auf einen Sieg hat Heyken keine: "Unser Zeil ist es, nicht zweistellig zu verlieren. Aber wir machen uns nichts vor: Werder wird uns laufenlassen bis nach Meppen."
Ostfriesland-Auswahl: Marco Geiken, Marco Schmidt, Jens Müller, Erich Rieger, Keno Holling, Wilko Papsdorf, Marco Memenga (alle SV Leybucht), Jörg Nannen, Thomas Onnen, Jannik Lottmann (alle FC Norden), André Geiken (TuS Pewsum), Klaus Barghorn, Manuel Meints (beide TuS Esens), Hendrick Diekmann, Keno Heyken (beide SV Hage), Tamme Bölts, Hendrik Detmers, Eike Berghaus (alle SV Großefehn), David Davids (Suurhusen). Trainer: Erich Heyken, Klaus Rumfeld.
Quelle: http://www.werder.de
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